PRESSEMITTEILUNG - 500 Jahre Utopia inspiriert Leuven (Belgien) zu einem großen Stadtfestival und einer internationalen Spitzenausstellung

STADTFESTIVAL „500 Jahre Utopia“ LEUVEN 24.09.2016 >< 17.01.2017

Donnerstag, 11. Februar 2016 — 2016 ist es genau 500 her, dass der englische Humanist und Staatsmann Thomas More sein weltberühmtes Buch Utopia in Leuven veröffentlichte. Die Stadt feiert deshalb diesen Meilenstein der Literaturgeschichte mit einem großen Stadtfestival mit Ausstellungen, Street Art, Film, Musik, Theater, Tanz, Literatur, Vorträgeund Stadtrundgängen. Publikumsmagnet wird die internationale kunsthistorische Ausstellung „Auf der Suche nach Utopia” im M-Museum Leuven.

SPITZENAUSSTELLUNG IM M - MUSEUM LEUVEN
20.10.2016 >< 17.01.2017

Publikumsmagnet des Stadtfestivals ist die prestigeträchtige Ausstellung internationaler Leihgaben „Auf der Suche nach Utopia” im M-Museum Leuven. Die Besucher werden dort nicht nur Thomas More und seine Freunde, sowie die Ideale und Traumbilder kennenlernen, die durch die Köpfe der Künstler spukten, sondern auch etwas über die Sehnsüchte nach fernen Horizonten und das Netzwerk neuer Wissenschaften erfahren, das geduldig über die Wirklichkeit gesponnen wurde. Prächtige Werke von alten flämischen Meistern aus dem 15. und 16. Jahrhundert wie Jan Gossaert, Quinten Metsys und Simon Bening werden zu einer spannenden und eindringlichen Geschichte über die Suche nach und dem Traum von einer idealen Welt zusammengestellt. Auch große altdeutsche Meister wie Hans Holbein und Albrecht Dürer sind vertreten. Unter den Spitzenwerken befinden sich einzigartige Gemälde, Miniaturen,Tapisserien, Skulpturen und astronomische Instrumente,die hier zum ersten Mal zusammen gezeigt werden. Prof. Dr. Jan Van der Stock (Universität Leuven), der früher bereits die erfolgreiche Eröffnungsausstellung des M-Museums Leuven über Rogier van der Weyden einrichtete, übernimmt auch hier die Funktion des Kurators.

EIN GRIFF AUS DEM FESTIVALPROGRAMM
20.10.2016 >< 17.01.2017

Nur einen Steinwurf vom M-Museum Leuven entfernt organisiert die Universitätsbibliothek der Universität Leuven gleichzeitig eine Ausstellung, die den Kontext und die Nachwirkungen des Buchs Utopia von Thomas More näher beleuchtet.

Ein bedeutender Teil des Programms ist der zeitgenössischen Kunst gewidmet. Die Kommission für aktuelle Kunst der Leuvener Universität richtet die Ausstellung „Tracing the Future” ein, die Einsichten über die Art und Weise bietet, auf die Gegenwartskünstler dem Konzept „Utopie” Gestalt verleihen. Die ausgewählten Werke verweisen subtil auf gescheiterte Utopien aus der Vergangenheit und richten die Aufmerksamkeitgleichzeitig auf aktuelle soziale und ökologische Themen. Die französisch-marokkanische Künstlerin Yto Barrada zeigt eine Ausstellung im M-Museum Leuven. An verschiedenen historischen Orten des kulturellen Erbes in der Stadt wird eine Gruppenausstellung mit Arbeiten der international anerkannten Künstler Ursula Biemann & Paulo Tavares, Martin Le Chevallier, The Otolith Group und Adrien Tirtiaux gezeigt.

Im Laboratorium von Fablab der Universität Leuven werden verschiedene Künstler die Grenzen ihrer Utopien mit den neusten Technologien abtasten. Auf dem Parcours „Ex Vitro“ am Leuvener Stadtrand rund um das Arenbergschloss und Imec können Originalwerke von Frederik De Wilde, Stefaan Quix, Michaël Roskam und Bas Smets besichtigt werden, die in Zusammenarbeit mit Fablab entstanden sind und im dortigen Labor geschaffen wurden sind. Ein weiterer Blickfang ist der internationale Dokumentarfilm „Back to Utopia” von Fabio Wuytack , der durch seinen Dokumentarfilm über die berühmte Reederei Red Star Line bekannt wurde. 500 Jahre nach Erscheinen des Buches entführt nun der Film die Zuschauer auf die mysteriöse Insel.

Ab April 2016 finden Sie das vollständige Programm auf der Webseite www.utopialeuven.be

Leuven, ein starker Publikumsmagnet

Am 16. Dezember 1516 hatte Dirk Martens, der erste Drucker Flanderns, im Haus „Gulden Toirtse” an der Ecke der Naamsestraat und der Standonckstraat in Leuven eine Menge zu tun. Er druckte gerade ein brandneues Buch. Der englische Staatsmann und Humanist Thomas More hatte ein visionäres Werk mit dem Titel Utopia verfasst. Der vollständige Titel lautete: Ein goldenes Büchlein, genauso heilsam wie amüsant, über die ideale Republik und über die neue Insel Utopia. More beschreibt darin eine ideale Gesellschaft, die ein Reisender irgendwo auf einer Insel vorgefunden haben soll. Es war kein Zufall, dass ein namhafter englischer Humanist sein Buch ausgerechnet in Leuven veröffentlichte. In dieser Zeit traf sich die Elite der europäischen Intellektuellen an den Ufern der Dijle. More hatte es der Vermittlung seines guten Freundes Erasmus von Rotterdam, der in dieser Zeit enge Beziehungen zur Universitätsstadt unterhielt, zu verdanken, dass sein Buch Utopia in Leuven herausgegeben wurde. Aufgrund des weltweiten Erfolgs wurde Utopia schnell zu einem neuen Wort, einem neuen künstlerischen und gesellschaftlichen Begriff und dem einflussreichsten Buch der Niederlande.

 

'Auf der Suche nach Utopia' © © Jan Gossaert, Porträt einer jungen Prinzessin mit Armillarium, c. 1530. The National Gallery, London.
'Auf der Suche nach Utopia' © © Nach Hans Holbein der Jüngere, Porträt des Thomas Morus, 1527. National Portrait Gallery, London.
'Auf der Suche nach Utopia' © © Conrat Meit, Adam und Eva, nach 1530. Kunsthistorisches Museum, Wien.
'Auf der Suche nach Utopia' ©  Thomas Morus, Libellus de… insula Utopia, 1518. Universitätbibliothek – Tabularium, Leuven.
Video still from Forest Law, a collaborative project by Ursula Biemann and Paulo Tavares, 2014, two-channel video installation with sound, 42 min. Courtesy of the artists. © Ursula Biemann and Paulo Tavares
Martin Le Chevallier, Le Jardin d’Attila, 2012 ; Video, Farbe, Klingen, Stereo, 33 min. © Aurora films, 2012
Yto Barrada, Untitled (painted educational boards found in Natural History Museum, never opened, Azilal, Morocco), 2013-2015 © Pace Gallery Londen
© Frederik de Wilde ('Ex Vitro' Fablab KU Leuven)
©  Joke Raes ('Ex Vitro' Fablab KU Leuven)
©  Stefaan Quix  ('Ex Vitro' Fablab KU Leuven)

Kontakt

Denise Vandevoort

Schepen cultuur stad Leuven en voorzitter KU[N]ST Leuven en M – Museum Leuven

Katlijn Malfliet

Vicerector Cultuur KU Leuven en voorzitter KU[N]ST Leuven